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Geschäftsbericht 2015

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde des Unternehmens,

Das Geschäftsjahr 2015 konnten wir sehr erfolgreich abschließen. Wir sehen Henkel gut gerüstet und blicken mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung unseres Unternehmens.

Dr. Simone Bagel-Trah Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats

in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, das durch schwächeres Wachstum in Asien, eine stagnierende Wirtschaft in Lateinamerika und Osteuropa sowie einen insgesamt nur moderaten privaten Konsum gekennzeichnet war, konnten wir das Geschäftsjahr 2015 sehr erfolgreich abschließen: Dabei verzeichneten alle unsere Unternehmensbereiche ein organisches Umsatzwachstum und eine weitere Steigerung der Ertragskraft.

Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Henkel für ihren engagierten Einsatz im vergangenen Jahr. Mein Dank gilt gleichermaßen den Mitgliedern des Vorstands, die das Unternehmen erfolgreich durch dieses schwierige Marktumfeld geführt haben. Ich möchte auch unseren Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten danken, die die Entwicklung von Henkel konstruktiv begleitet haben.

Ihnen, unseren Aktionären, gilt mein besonderer Dank dafür, dass Sie auch im vergangenen Geschäftsjahr unserem Unternehmen, seinem Management, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Marken und Technologien Ihr Vertrauen geschenkt haben.

Kontinuierlicher Dialog mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Insbesondere haben wir die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet.

Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war 2015 weiterhin durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die wesentlichen Belange des Unternehmens und der Konzerngesellschaften. Hierbei wurden insbesondere die Geschäftslage und -entwicklung, die Geschäftspolitik, die Rentabilität, die kurz- und langfristige Unternehmens-, Finanz- und Personalplanung sowie Investitionen und organisatorische Maßnahmen erläutert. Im Rahmen der Quartals- Berichterstattung wurden jeweils Umsatz und Ergebnis für den Henkel-Konzern insgesamt, für die einzelnen Unternehmensbereiche sowie nach Regionen dargestellt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und ich als Vorsitzende des Aufsichtsrats standen auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Hierdurch war gewährleistet, dass wir stets über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert waren. Über die wesentlichen Belange wurden die übrigen Mitglieder spätestens in der folgenden Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzung unterrichtet.

Im Berichtsjahr fanden jeweils vier turnusmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses statt. Die Präsenz bei den Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzungen lag bei rund 91 Prozent beziehungsweise 96 Prozent. Béatrice Guillaume-Grabisch hat an zwei Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über deren Behandlung die Hauptversammlung zu informieren ist, hat es nicht gegeben.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

In allen Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands besprochen und mit ihm die Entwicklung des Unternehmens sowie strategische Fragen diskutiert. Auch haben wir jeweils die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Geschäftsentwicklung von Henkel erörtert.

In unserer Sitzung am 2. März 2015 haben wir den Jahres- und Konzernabschluss 2014 einschließlich des Risikoberichts und des Berichts zur Corporate Governance / Unternehmensführung behandelt sowie die Entsprechenserklärung 2015 und unsere Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2015 verabschiedet. Hierüber haben wir im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet. Ferner haben wir uns in dieser Sitzung mit der Konzeption des Global Experience Center des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care in Düsseldorf befasst, in dem unseren Kunden Innovationen vorgestellt und interaktiv erlebbar gemacht werden.

Im Fokus unserer Sitzung am 13. April 2015 standen neben der allgemeinen Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres die mit der zunehmenden Digitalisierung verbundenen Herausforderungen für unser Unternehmen. Intensiv haben wir hierbei die Prioritäten unserer Digitalstrategie sowie die entsprechenden Maßnahmen unserer Unternehmensbereiche diskutiert. Diese umfassen eine verstärkte Nutzung digitaler Anwendungen durch unsere Mitarbeiter, innovative Lösungen und Technologien zur Auswertung von Daten, Ansprache unserer Kunden über digitale Medien und Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten.

Ausführlich haben wir uns in unserer Sitzung am 18. September 2015 mit der Geschäfts- und Marktentwicklung in Nordamerika befasst. Im Bereich der Konsumentengeschäfte, in dem der Markt durch eine hohe Wettbewerbsdynamik geprägt ist, haben sich die Einführung von Persil ProClean sowie von Haar- Pflege- und -Stylingprodukten im Retailgeschäft unter der Marke Schwarzkopf positiv ausgewirkt. Auch der Unternehmensbereich Adhesive Technologies hat sich in Nordamerika positiv entwickelt. Ferner haben wir die Strukturmaßnahmen erörtert, die insbesondere vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Entwicklung in Asien ergriffen wurden. Zudem haben wir die Weiterentwicklung des Führungsteams sowie die Rekrutierung von Führungskräften in den Wachstumsmärkten diskutiert.

Themenschwerpunkte unserer Sitzung am 11. Dezember 2015 waren die Erwartungswerte für 2015 sowie unsere Finanz- und Bilanzplanung für das Geschäftsjahr 2016. Die entsprechenden Planungen unserer Unternehmensbereiche haben wir auf der Grundlage umfangreicher Unterlagen ausführlich erörtert.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Um die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, haben wir einen Prüfungsausschuss sowie einen Nominierungsausschuss eingerichtet. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Theo Siegert, erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung und verfügt über Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Bezüglich der Zuständigkeiten und Zusammensetzung der Ausschüsse verweise ich auf den Bericht zur Corporate Governance / Unternehmensführung sowie auf die Aufstellung hier.

Tätigkeit der Ausschüsse

Nach der Wahl durch die Hauptversammlung 2015 beauftragte der Prüfungsausschuss den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenfinanzberichte für das Geschäftsjahr 2015 und legte dabei das Prüfungshonorar sowie die Prüfungsschwerpunkte fest. Hierbei überzeugte sich der Prüfungsausschuss erneut von der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorlägen, die Anlass gäben, seine Befangenheit anzunehmen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Auch außerhalb der Sitzungen stand der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer. Die Sitzungen und Beschlussfassungen wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen hat der Ausschussvorsitzende das Plenum jeweils zeitnah und umfassend unterrichtet.

In allen Sitzungen des Prüfungsausschusses haben wir uns schwerpunktmäßig mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Zwischenfinanzberichte (Quartals- und Halbjahresberichte) befasst und diese mit dem Vorstand diskutiert. An den drei Sitzungen, in denen wir die Zwischenfinanzberichte erörtert und gebilligt haben, nahm auch der Abschlussprüfer teil und berichtete über die Ergebnisse der jeweiligen prüferischen Durchsicht sowie über für die Arbeit des Prüfungsausschusses wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse. Es gab keine Beanstandungen.

Der Prüfungsausschuss behandelte auch den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen, konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie dessen Weiterentwicklung. Unter anderem wurde die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems anhand der Risikoberichte der letzten Jahre überprüft. Außerdem nahm der Prüfungsausschuss die Berichterstattung des General Counsel & Chief Compliance Officers über wesentliche Rechtsstreitigkeiten und die Compliance im Konzern sowie den Statusbericht der Leiterin der Internen Revision entgegen und verabschiedete den Prüfungsplan der Internen Revision. Dieser erstreckt sich auch auf die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und der Compliance- Organisation. Weitere Themenschwerpunkte waren auch Treasury-Risiken und deren Steuerung sowie die aktuelle Reform der Abschlussprüfung und die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf die Arbeit des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss erörterte in seiner Sitzung am 22. Februar 2016, an der der Abschlussprüfer teilnahm, den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 einschließlich der Prüfungsberichte, den entsprechenden Gewinnverwendungsvorschlag sowie den Risikobericht und bereitete die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor. Auch sprach er eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zu dessen Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers für 2016 aus. Dazu wurde erneut eine Erklärung des Abschlussprüfers zu seiner Unabhängigkeit eingeholt – unter Darlegung der im Geschäftsjahr 2015 erbrachten sowie der für das Geschäftsjahr 2016 vorgesehenen nicht prüfungsbezogenen Dienstleistungen. Es bestanden keine Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers vermuten lassen. An dieser Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses nahmen – wie in den Vorjahren – auch weitere Mitglieder des Aufsichtsrats als Gäste teil.

Der Nominierungsausschuss hat die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die in der Hauptversammlung 2016 anstehende Neuwahl der Anteilseignervertreter vorbereitet. Bei der Auswahl der Kandidaten hat der Nominierungsausschuss neben der Qualifikation der einzelnen Kandidaten auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die vom Aufsichtsrat verabschiedeten Ziele für seine künftige Zusammensetzung berücksichtigt. Alle Kandidaten versicherten, den mit der Wahrnehmung des Aufsichtsratsmandats zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen zu können.

Effizienzprüfung

Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überprüfen in regelmäßigen Abständen die Effizienz ihrer Tätigkeit auf Basis eines umfangreichen, unternehmensspezifischen Fragebogens, der an sämtliche Mitglieder verteilt wird. Der Fragebogen geht auf die hierfür wesentlichen Aspekte ein, wie Vorbereitung und Ablauf der Sitzungen, Umfang und Inhalt der Unterlagen sowie Informationen, insbesondere zur Finanzberichterstattung, Compliance und Abschlussprüfung sowie zum Controlling und Risikomanagement. So erfolgte auch im Berichtsjahr eine entsprechende Befragung. Die Ergebnisse und Bewertungen wurden in den Sitzungen des Prüfungsausschusses am 22. Februar 2016 und des Aufsichtsrats am 23. Februar 2016 ausführlich erörtert. Hierbei wurden auch Fragen der Corporate Governance sowie Verbesserungsmöglichkeiten behandelt. Die Effizienz der Tätigkeit des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats sowie die erforderliche Unabhängigkeit seiner Mitglieder wurden bestätigt.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit Fragen der Corporate Governance. Insbesondere haben wir in unserer Sitzung am 18. September 2015 unter Berücksichtigung der neuen gesetzlichen Regelungen über die Zusammensetzung von Aufsichtsräten mitbestimmter und börsennotierter Unternehmen sowie der entsprechenden Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex unsere Zielsetzung zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats überprüft und aktualisiert. Details hierzu sowie zur Corporate Governance der Gesellschaft können dem Bericht des Vorstands zur Corporate Governance / Unternehmensführung entnommen werden, den wir uns insoweit inhaltlich zu Eigen machen.

In der Sitzung am 23. Februar 2016 haben wir die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand, Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex für 2016 diskutiert und verabschiedet. Der vollständige Wortlaut der aktuellen sowie der vorherigen Entsprechenserklärungen ist auf der Internetseite der Gesellschaft eingestellt.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Die von der Hauptversammlung zum Prüfer der Abschlüsse 2015 gewählte KPMG hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss nebst den mit dem Lagebericht der Henkel AG & Co. KGaA zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den ergänzend nach Paragraf 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss befreit von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss nach deutschem Recht aufzustellen.

Die KPMG hat ihre Prüfungen in Übereinstimmung mit Paragraf 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.

Jahresabschluss, Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns der Henkel AG & Co. KGaA lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen haben wir geprüft und in der Sitzung am 23. Februar 2016 im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unterrichtete uns in der Plenumssitzung ausführlich über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Prüfungsausschuss. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind gegen vorgenannte Unterlagen keine Einwendungen zu erheben; den Ergebnissen der Abschlussprüfung haben wir zugestimmt. Die vom Vorstand getroffene Einschätzung von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns stimmt mit unserer Einschätzung überein. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Prüfungsausschusses in unserer Sitzung am 23. Februar 2016 gebilligt.

Den Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn der Henkel AG & Co. KGaA zur Zahlung einer Dividende von 1,45 Euro je Stammaktie und von 1,47 Euro je Vorzugsaktie zu verwenden und den Restbetrag sowie den Betrag, der auf die von der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gehaltenen eigenen Aktien entfällt, auf neue Rechnung vorzutragen, haben wir erörtert und gebilligt. Hierbei haben wir die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, die mittelfristige Finanz- und Investitionsplanung sowie die Interessen der Aktionäre berücksichtigt.

Auch haben wir in unserer Sitzung am 23. Februar 2016 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers unsere Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung verabschiedet.

Risikomanagement

Neben dem Prüfungsausschuss hat sich auch der gesamte Aufsichtsrat mit Fragen des Risikomanagements befasst. Der Schwerpunkt lag hierbei auf dem Risikomanagementsystem bei Henkel, wobei wir uns über größere Einzelrisiken berichten ließen; bestandsgefährdende Risiken waren nicht erkennbar. Die Struktur und Funktion des Risikofrüherkennungssystems wurde auch im Rahmen der Abschlussprüfung von der KPMG geprüft; es haben sich keine Beanstandungen ergeben. Auch nach unserer Auffassung entspricht das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Anforderungen und ist geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen.

Wie bereits Mitte Januar 2016 bekannt gegeben, wird Herr Kasper Rorsted das Unternehmen am 30. April 2016 auf eigenen Wunsch verlassen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2016 wurde Herr Hans Van Bylen, der derzeit den Unternehmensbereich Beauty Care leitet, zum neuen Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Herr Pascal Houdayer wurde mit Wirkung vom 1. März 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt; und er wird ab dem 1. Mai 2016 die Leitung des Unternehmensbereichs Beauty Care übernehmen.

Herr Rorsted hat in seiner Amtszeit im Vorstand von rund elf Jahren, davon rund acht Jahre als Vorstandsvorsitzender, für Henkel sehr viel erreicht. Unter seiner Führung hat sich das Unternehmen seit 2008 in einem schwierigen Marktumfeld sehr erfolgreich entwickelt. Umsatz, Profitabilität und Börsenwert sind deutlich gestiegen; und unsere Top-Marken wurden gestärkt. Dafür danke ich Herrn Rorsted im Namen aller Gremien, Mitarbeiter und Aktionäre von Henkel.

Herr Van Bylen verfügt über langjährige, internationale Erfahrung bei Henkel – in der Steuerung von Marken und Märkten sowie im Vorstand. Er ist seit 1984 erfolgreich für Henkel tätig. In über 31 Jahren hatte er in den Unternehmensbereichen Laundry & Home Care und Beauty Care verschiedene Management- Positionen mit umfangreicher regionaler Verantwortung inne. Seit 2005 ist Herr Van Bylen Mitglied des Vorstands bei Henkel und verantwortlich für den Unternehmensbereich Beauty Care.

Herr Houdayer verantwortet seit 2011 im Unternehmensbereich Laundry & Home Care als Corporate Senior Vice President das Internationale Marketing für das Geschäftsfeld Home Care sowie die Digitalaktivitäten des Unternehmensbereichs und dessen Geschäfte in der Region Asien/Pazifik. Zuvor war er ab 1993 für einen anderen global agierenden Konzern in verschiedenen verantwortungsvollen internationalen Positionen in den Bereichen Wasch- und Reinigungsmittel und Körperpflege tätig.

Wir wünschen Herrn Van Bylen und Herrn Houdayer viel Erfolg in ihren neuen Aufgaben. Wir freuen uns, dass die Neubesetzungen innerhalb des Vorstands mit erfahrenen Führungskräften von Henkel erfolgen konnten.

Auch das vor uns liegende Geschäftsjahr 2016 wird wiederum große Herausforderungen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an die Unternehmensführung stellen. Viele der Themen und Veränderungen, die uns bereits im Jahr 2015 intensiv beschäftigt haben, werden auch in diesem Jahr von Bedeutung für uns sein. Hierfür sehen wir Henkel gut gerüstet und blicken mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung unseres Unternehmens.

Wir danken Ihnen, dass Sie uns auf diesem Weg vertrauensvoll begleiten.

Düsseldorf, 23. Februar 2016

Für den Aufsichtsrat

Dr. Simone Bagel-Trah
(Vorsitzende)